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Alt 12.07.2001, 11:31   #1
Markus-Düsseldorf
MOF User
MOF User
Standard Hilfe ich werde verklagt wegen schreiben von Programmen

hallo zusammen,

ich habe vor kurzem bei der firma x gekündigt,(freiberuflich tätig)
ich habe dort während der arbeitszeit programme geschrieben (z.B. programm um adressen zu vergleichen)es gab dazu keinen vertrag , allenfalls ein mündliches "einverständniss" dass ich die sprache "VB" verwende um diese aufgabe zu erledigen, das ergebniss dieser arbeit haben die auch bekommen, die wollen aber auch das programm ,

wer hat sowas event. schon mal durch ,
habe auch schon mit anwälten gesprochen, aber das sind eh meist nur ratten,
der eine meint, wenn ich ohne hilfe von mitarbeitern diese programme geschr. habe , bin ich der geistige urheber und könnt nutzungsgebühren verlangen ,
anderer sagt , da ich das vor ort während der arbeitszeit getan hab, und für diese arbeitszeit bezahlt wurde , bin ich verpflichtet das auszuhändigen,

Lieber Arno
vielleicht gehört das nicht in dieses forum , aber mir sträubt sich alles denen das zu überlassen ,ich weiis da echt nicht weiter


Markus-Düsseldorf ist offline  
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Alt 12.07.2001, 11:59   #2
A.S.
Standard

@all

Zur Info: Dieser Beitrag wurde aus dem Access-Forum verschoben.

Hallo Markus,

da ich persönlich kein Rechtsanwalt bin, habe ich mich gerade mit einem solchen, den ich kenne und mit dem ich zusammenarbeite, unterhalten.

Er sagte sinngemäß, das durch die freie Mitarbeit zunächst prinzipiell ein Werkvertrag zustande kommt. Sofern nicht vertraglich anders geregelt - und so wie ich Dich verstehe existiert kein entsprechender Vertrag - ist alles was im Rahmen dieser freien Mitarbeit entsteht Eigentum des Auftraggebers. Auch Quellcodes etc., so das Du Deinem Auftraggeber diese nach meinem Verständnis wohl wirst aushändigen müssen.

Wenn Du das aber schon machen mußt (und es eigentlich nicht willst), würde ich versuchen einen Pflichtenübergang herzustellen, so das Du nicht mehr für Gewährleistungsansprüche herangezogen werden kannst. Ob das aber so einfach wird, weiß ich nicht.

Gruß

Arno

[Dieser Beitrag wurde von ArnoSimon am 12.07.2001 editiert.]
 
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Alt 12.07.2001, 12:15   #3
Ohnesorg
MOF User
MOF User
Frage

Hallo Markus,

echt be[ZENSUR!]e Situation, in der Du da steckst!

Ich kann Dir dazu nur folgedes sagen:
Quelltexte sind geistiges Eigentum des Entwicklers es sei denn:

* Es handelt sich um eine Auftragsarbeit für eine bestimmte Firma -> geistiges Eigentum geht in den Besitz der Firma über

* Der Quelltext wurde zwecks professionellen Vertriebs und Nutzung externer Vertriebswege an eine andere Firma verkauft -> auch hier geht das geistige Eigentum in den Besitz der Firma über

* Es handelt sich um eine "Open Source" - Anwendung -> Es gibt keinen Besitzer für das geistige Eigentum, da es sich um eine weitreichende Gemeinschaftsentwicklung handelt. Hierfür ist es aber wichtig, dass die beiden o.a. Punkte NICHT zutreffen!!


Meistens wird von einer Firma eine Unterschrift verlangt, die die Abtretung aller Schutzrechte an die Firma überschreibt, bevor man Software überhaupt entwickeln darf. So war es zum Beispiel bei mir in jeder Firma, in der ich angefangen habe zu programmieren.

Die Sache mit den Urheberrechten ist eine verdammt sensible Sache.

Gibt es für Dich nicht die Möglichkeit aus Deinem Quelltext eine kompilierte Version zu machen und sie damit vor weiterbearbeitung zu schützen? Der Quelltext könnte dann aus versehen verloren gehen... zumindest Teilweise...
Aber hier ist vorsicht geboten! Nicht, dass die Dich dann verklagen, weil der Quelltext nicht mehr 100%ig Einsatzbereit ist!!!!

Du solltest Dir Rat bei einem Anwalt holen, der sich damit gut auskennt!!
Die Firma soll die Software ja weiterverwenden können... aber den Quelltext sollen die in Ruhe lassen! <- Meine Meinung dazu...
Ohnesorg ist offline  
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Alt 12.07.2001, 19:20   #4
Phillip-Berlin
MOF Koryphäe
MOF Koryphäe
Suche

nach meinem kenntnisstand kommt es auf das arbeitsverhältnis an
als angestellter verlierst du automatisch alle rechte an dem was du in der jeweiligen firma entwickelst, es sei denn es sind zusatzverträge abgeschlossen - als freiberufler ist das anders ... hier kommt es vorerst auf die mit dem auftraggeber abgeschlossenen verträge an!
also wie lautet der vertrag mit dieser firma?
bsp. siemens baut eine hübsche große telefonanlage mit diversen realisierten sonderwünschen für den kunden ... die werden dir auch nicht sagen WIE sie das gemacht haben ... aber funzen muss es halt!

__________________

gruß
phillip

donkarl --- access-home --- access-paradies --- dev ashish --- phillip-berlin --- fragen stellen
kraasch ... ab und zu mal die netiquette lesen!
Phillip-Berlin ist offline  
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Alt 13.07.2001, 01:28   #5
A.S.
Standard

Na, wo bleibt denn der Beitrag von Phillip? Draussen steht 3 und hier drinnen sind 2....
 
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Alt 17.07.2001, 13:21   #6
Markus-Düsseldorf
Threadstarter Threadstarter
MOF User
MOF User
Standard

vielen dank allen die hier geantwortet haben

gruss markus
Markus-Düsseldorf ist offline  
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Alt 17.07.2001, 13:24   #7
Günther Kramer
MS-Office-Forum Team MS-Office-Forum Team
Standard

Hallo Markus,

halt uns doch auf dem Laufenden, was dabei heraus gekommen ist.

Viel Glück!

__________________

Gruß, Günther


Tools und Lösungen für Microsoft Access
Günther Kramer ist offline  
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Alt 18.07.2001, 14:30   #8
Ohnesorg
MOF User
MOF User
Top

Hi,

darf ich nochmal meinen Unmut hier Kundtun?

Ich sitze seit über einem Jahr hier in der Firma an verschiedenen Datenbankprojekten. Bis vor kurzem wußte ich noch nichteinmal, wie lange ich meine wunderbare Kostenstelle hier warmhalten kann.

Bis vor einiger Zeit war es mir egal, ob die Rechte der Datenbanken bei der Firma bleiben oder nicht. Erst jetzt, wo ich kurz vor der Kündigung (wegen Rationalisierung) stand, merkte ich eigentlich, wie sehr mir jede einzelne Datenbank mit ihren Fehlern, ihren Quelltexten und vor allem ihren Funktionalitäten ans Herz gewachsen ist.

Die ganze Zeit, die ich da reingesteckt habe, all die Geduld bei der Fehlersuche, all die Erfolgserlebnisse, wenn endlich etwas funktioniert. Es tut schon irgendwie weh zu merken, dass das Kind weggerissen werden soll. Lacht nur... es hört sich übertrieben dramatisch an.
Ich finde es nicht gerecht, dass Rechte verhökert werden, dass einem das Recht genommen wird am eigenen System weiter zu entwickeln.

hm... und genau wegen solchen Äußerungen werde ich öfters mal als Spinner abgestempelt. Es ist nur so... Software oder Datenbanken, an denen man entwickelt und herumdoktort... Du kennst wirklich jeden kleinen Fehler. Ein Anwender ruft an, weil er etwas falsch gemacht hat und nicht weiter weiß... Du sagst ihm im Schlaf, was er zu tun hat. Ein Anwender meldet einen Fehler und Du weißt meistens auf anhieb, wo der Fehler liegt... Es ist nicht nur ein Teil Deiner Arbeit geworden sondern auch ein Teil Deines Lebens. Abends sitzt Du mit Freunden in einer Wirtschaft und unterhältst Dich mit ihnen darüber, dass Du nicht weiter weißt. Jeder versucht zu helfen und manchmal kommt Dir auch eine Idee.
Abends im Bett bin schon auf die besten Ideen gekommen, wie ich Anforderungen lösen kann. Und so weiter, und so weiter. Da sag nochmal einer ich würde spinnen!

Es ist nicht gerecht, wenn einem Programmierer die Rechte weggenommen werden! "Herr XY, Ihre Software ist ganz gut, aber sie stören. Her mit dem Quelltext!"

Ich wünsche meinem schlimmsten Feind so etwas nicht!

Gruß vom Kleister-Meister Ohnesorg
Ohnesorg ist offline  
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Alt 23.07.2001, 11:12   #9
Markus-Düsseldorf
Threadstarter Threadstarter
MOF User
MOF User
Standard

@all,
also es ist so verlaufen,
habe mit drei anwälten gesprochen ,da nur einer chancen für mich sah hab ich denen den ganzen kram übergeben, was mich so ärgert , ausgerechnet die armleuchter die am wehementesten versucht haben deutlich zu machen ,dass meine arbeit völlig nutzlos sei , man kann das ja alles auch aus dem internet runterladen usw, eben die rissen dann das maul auf "der hat programmiert , das muss er uns alles übergeben "

übrigens ,unter den 3 anwälten war nur einer der mir das gespräch berechen wird

gruss :markus
Markus-Düsseldorf ist offline  
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Alt 23.07.2001, 19:25   #10
AWSW
Hallo Markus,
halt uns bitte auch über den weiteren Verlauf auf dem neuesten Stand...

Ich schreibe mittlerweile auch einiges für meine Firma und da werden mittlerweile auch Andeutungen gemacht, dass die Rechte an die Firma gehen werden, usw...
Schriftlich habe ich dazu bisher nichts erklärt. War das denn bei Dir so ??? Reicht es denn auch später für eine Firma, wenn sie dass mal, wie bei mir jetzt, erwähnt hat ???


Meld Dich dazu bitte mal bei mir, da mich (und wahrscheinlich viele andere auch) brennend interessiert... Ich denke mal dass Du diesbezüglich jetzt TOP-informiert bist...

Ich wünsche Dir in der Sache einen für Dich guten Ausgang und nicht zu viel Stress damit !!!

Danke Dir AWSW !!!
 
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Alt 23.07.2001, 19:48   #11
A.S.
Standard

Hallo Axel,

soweit ich das mitbekommen habe bist Du Angestellter bei Deiner Firma und wirst für Deine Arbeitsleistung -> Programmierung als Angestellter entlohnt, wodurch die von Dir erstellten Arbeitsleistungenen meines Wissens sowieso Eigentum Deines Arbeitgebers sind.

Gruß

Arno
 
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Alt 23.07.2001, 19:53   #12
AWSW
Standard

Hi Arno,
nöö - nicht ganz richtig. Mache das nur auf Verbesserungsvorschlagbasis als Nebenbeschäftigung in meiner eigentlichen Freizeit und nicht hauptsächlich als Job... Die Scripts für die Setups meine ich jetzt im speziellen nicht direkt sondern die DBs...

DANKE DIR & Gruß

[Dieser Beitrag wurde von AWSW am 23.07.2001 editiert.]
 
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Alt 25.07.2001, 13:10   #13
dmD
MOF User
MOF User
Standard

Hallo zusammen,

ich meine ich habe da mal was von einem Gerichtsurteil gehört. Ein angestellter hatte ein Programm für seine Firma geschrieben. Als er entlassen wurde wollte er seine Anwendung mitnehmen, was die Firma gar nicht gut fand. Die Richter haben dann entschieden, das der Programmierer der rechtliche Eigentümer des Programmes ist und damit machen könne was er will. Er bekam nur die Auflage, sein Programm seiner ehemaligen Firma zur Verfügung zu stellen. Diese darf das Programm unentgeldlich nutzen allerdings nicht veräußern usw. Zumindest für Datenbanken gilt seit dem 01.01.1998 das Uhrheberrechtsgesetz. In diesem ist verankert, daß man bei Datenbanken eine Schutzfrist von 15 Jahren (anders als bei z.B. Musiktitel = bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers) hat.

Ich wünsche Dir viel Glück!

__________________

Gruß

dmD
dmD ist offline  
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Alt 04.08.2001, 18:24   #14
Günni
MOF User
MOF User
Standard

Kann dmD nur zustimmen. Meines Wissens ist es unerheblich, ob ich Angestellter oder Freiberufler bin. In jedem Fall ist es mein geistiges Eigentum. Jede Software-Entwicklungsfirma die ich kenne, verpflichtet deshalb auch ihre Programmierer, diese Eigentumsrechte an sie abzutreten. Wenn eine derartige Abtritts-Erklärung nicht vorliegt, bleibt es meine Software. Richtig ist aber auch, dass ich der Firma das Nutzungsrecht einräumen muß. Prinzipiell dürfte diese Firma aber dann noch nicht mal die Hintergrundfarbe meiner Formulare ohne meine Zustimmung ändern.
Günni ist offline  
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