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Vollständige Version anzeigen : Clustergrösse ???


ziolko
08.04.2002, 15:52
Was ist eigentlich der Vorteil/Nachteil einer höheren Clustergrösse beim NTFS-/FAT-Dateisystem?
Ich wollte mal Win2000 auf einer Fat32 Partition installieren und ständig kamen Fehlermeldungen bei der Systemprüfung (vor der Installation). Dann habe ich im Dateisystem die Clustergrösse auf 4k geändert und die Installation hat geklappt.

Weiss jemand wieso?

AWSW
08.04.2002, 17:35
Hallo,
also am besten ist das wohl in der Windows-Hilfe beschrieben, wie unten zu sehen... Generell kann ich Dir dazu sagen, je kleiner desto besser. Denn da man ja bekanntlich viele viele kleine Dateien auf der Platte liegen hat, macht das schon viel aus, da man für jede Datei (das schließt auch diese Minidateien ein) einen solchen Cluster braucht.

Beispiel:
Du hast eine Datei mit 1kByte. Diese Datei belegt bei Dir genau einen dieser 4kByte großen Cluster. Hast Du die Clustergröße auf z.B. 16kByte (wie früher üblich) festgelegt, dann braucht diese kleine 1kByte Datei auch genau einen dieser 16kByte Cluster... Dadurch verschenkst Du dann bei der 16er Clustergröße gleich 15kByte, statt der "nur" 3kByte bei der 4er Einstellung... Das kan schnell einige Hundert MB ausmachen, wenn Du Dir mal so Deine Verzeichnisse auf der Platte anschaust...


<hr>
Aus der Hilfe zu: Cluster
Bei der Datenspeicherung die kleinste Menge an Speicherplatz, die zur Speicherung einer Datei zugewiesen werden kann. Alle von Windows verwendeten Dateisysteme verwalten Festplatten auf der Grundlage von Clustern, die aus einem oder mehreren fortlaufenden (zusammenhängenden) Sektoren bestehen. Je kleiner die Clustergröße ist, desto effizienter werden die Daten auf der Festplatte gespeichert. Wenn beim Formatieren keine Clustergröße angegeben wurde, wählt Windows ausgehend von der Größe des Volumes Standardwerte aus. Diese Standardwerte werden ausgewählt, um den für Speicherzwecke verlorenen Speicherplatz sowie das Ausmaß an Fragmentierung des Volumes gering zu halten. Ein Cluster wird auch als Zuordnungseinheit bezeichnet.

In Computernetzwerken handelt es sich hierbei um eine Gruppe unabhängiger Computer, die zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Reihe von Diensten bereitzustellen und Clients das Bild eines Einzelsystems zu vermitteln. Die Verwendung eines Clusters verbessert sowohl die Verfügbarkeit der Dienste als auch die Skalierbarkeit und Verwaltbarkeit des Betriebssystems, das die Dienste bereitstellt.

Siehe auch: Client; Dateisystem; Skalierbarkeit; Verfügbarkeit; Volume

<hr>

Die Meldungen sind abhängig vom gewählten Dateisystem (NTFS oder FAT32) dann abhängig zu sehen, da man sich dann halt an die erforderlichen Größen richten sollte...


So - ich hoffe der kleine Ausflug in die Tiefen des Dateisystems hat Dir geholfen, obwohl man zu Zeiten, wo die 100GByte platten recht günstig zu haben sind wohl auch darüber streiten kann, was besser ist... Aber Du hast definiv mehr für Dein Geld ;)

ziolko
09.04.2002, 07:57
läuft eine Platte auf 4kB Clustergrösse eigentlich mit der gleichen Geschwindigkeit (Datenzugriff) wie mit 16 oder 32???

Phillip-Berlin
09.04.2002, 08:04
@ziolko
jain :)
also in der standardanwendung ja .. wenn nicht sogar schneller
bei videoschnitt z.b. wo die verwendeten daten immer 4 bzw. 16 oder 256 kb überschreiten finden größere clusterspezifizierungen ihre anwendung
es müssen eben bei 256 kb clustergröße bei einer datei von 500 mb nur 2.000 an stelle von 128.000
clustern angesprochen werden .. der zugriff auf diese sehr großen dateien wird dadurch beschleunigt
das macht allerdings nur sinn wenn die entsprechende festplatte auch wirklich ausschließlich für sehr große dateien genutzt wird
ich nutze für eigentlich alle rechner 4kb cluster