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Vollständige Version anzeigen : Backup von gesperrten Dateien


Carsten
03.01.2008, 12:41
Hallo Forum.
Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einer vernünftigen Backup-Lösung. Da ich aber einige Anforderungen habe, die keines der angebotenen Programm beherrscht, möchte ich selber tätig werden.
Meine Fragen, bevor ich anfange...

- gibt es irgendwo eine Beschreibung was Backup-Programme anderes machen als Copy und Paste? Machen die überhaupt was anderes?
- ich rechne mit Problemen bei Dateien, die durch das System gesperrt sind. Wie umgehen Backup-Programme dieses Problem?

Danke für jeden Tipp
Gruss Carsten

<< dp >>
03.01.2008, 13:56
Naja, im Prinzip machen solche Programme tatsächlich nicht mehr als Copy'n Paste :p

Im Wikipedia-Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Backup) zur Datensicherung ist es allerdings etwas ausführlicher beschrieben. Für ein eigenes Programm sind wahrscheinlich die Datensicherungsstrategie sowie die Sicherungskonzepte sehr interessant. Letztendlich entscheidet die Qualität der Umsetzung dieser Konzepte die Brauchbarkeit eines Programms.

Um den Schreibschutz von Dateien braucht man sich eigentlich keine Gedanken zu machen. Denn in vielen Backup-Systemen ist das Programm, dass die Sicherungen macht, automatisch (Mit-) Eigentümer der zu sichernden Daten. Dadurch erhält es volle Zugriffsrechte und kann mit den Daten machen, was es möchte. Man kann sich das so vorstellen, dass man speziell für das Backup einen Benutzer, nennen wir in "Sicherung", anlegt. Diesen Benutzer erlauben wir volle Zugriffsrechte auf die zu sichernden Daten und entscheidend ist, dass das Programm dann mit dessen Rechten ausgeführt wird (geht mit der WinAPI oder "Ausführen als..."). Bei Sicherungssystemem, die nur auf einem einzelnen Rechner laufen, ist es in der Regel sogar nocht etwas einfacherer. Denn meistens hat der Benutzer, der eine Sicherung bestimmter Daten machen möchte, automatisch Zugriff auf Quelle und Ziel seiner zu sichernden Daten und Programme, die diese Daten sichern sollen, erhalten automatisch diese Benutzerechte. BTW gilt das nur für UNIX/Windows-Mischsysteme bis Windows XP/Server 2003. Wie sich das unter Windows Vista/Server 2008 verhält, ist natürlich wieder eine andere Frage. Die Antworten hierzu dürftest du im (englischsprachigen) MSDN (http://msdn2.microsoft.com/en-us/) finden. Dort gibt es einige Artikel, die die Sicherheitskonzepte der neuen Systeme beschreiben und was man als Entwickler alles beachten muss - vor allem keine Daten mehr ins Programme-Verzeichnis schreiben :D ;)

HTH

Carsten
03.01.2008, 14:37
Vielen Dank für die prompte Antwort...
Bei den Rechten liegt meine größte Sorge darauf Daten zu erzeugen, die vom System gesperrt waren und diese dann nie wieder löschen zu können.
Da gibts ja diese lustigen Fehlermeldungen wie "kann nicht gelöscht werden, da die Datei von einem anderen Prozess verwendet wird.

Gruss Carsten

<< dp >>
03.01.2008, 15:20
Selbst wenn du Dateien sichern wolltest, die gerade in Bearbeitung sind, wäre das kein Problem. Denn lesen kann man sie dann immer noch und das reicht ja für die Sicherung bzw. mehr benötigt man für den Kopiervorgang nicht. Und die von deinem Programm erzeugten Daten sollten eigentlich von solchen Fehlermeldungen gefeit bleiben. Du könntest dich zum Beispiel absichern, indem du dem Verzeichnis, in dem die gesicherten Daten landen, nur Schreibrechte für den Benutzer "Sicherung" verpasst. Damit schließt du automatisch alle Prozesse aus, die auf deine Daten zugreifen und solche Meldungen verursachen könnten. BTW wäre eine andere Möglichkeit die Speicherung der Daten in Archiven oder Datenbanken. Das würde zusätzlich das Backup vom Backup sowie die Verwaltung der "Datenberge" erleichtern...

Carsten
03.01.2008, 17:26
Das mit den Schreibsrechten ist ein guter Tipp.
Und die Archivspeicherung hat ja auch noch einige andere Vorteile :D

Danke erstmal...

Gruss Carsten