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Vollständige Version anzeigen : Kleine(?) Access-App


anotherone
17.02.2005, 00:32
Wir benötigen (eventuell?) eine Access-Applikation, die aus einer CSV oder Excel-Datei Rechnungen erstellt. Die Daten stammen aus 3 Maschinen. Dazu müssen zwei Werte aus der Tabelle addiert werden, sämtliche gleichen Produkte eines Tages für einen Kunden mengenmäßig zusammengefaßt werden und in der Form "3 x 1,23€, 4 x 2,31€, 2 x 3,21€" sowie Summe für jeden Kunden tageweise für den gesamten Monat aufgelistet werden. Zusätzlich enthält die Tabelle eine Kennung der Maschine, wobei für 2 Maschinen gleiche Preise anfallen, aber für die dritte leicht andere. Die Werte der dritten Maschine sollen anhand der Werte für alle Maschinen umgerechnet werden, da alle den gleichen Preis eintragen, aber eben nicht gleich berechnet wird. Die Werte(ca. 10) und Kennungen für die Maschinen sollen über ein Formular anpassbar sein, damit z.B. Preisänderungen ohne Codeeingriff möglich sind. Zusätzlich wird ein weiterer Bericht benötigt, der für alle Kunden nur einmal die Gesamtsumme für den Monat auflistet, wichtig für die Buchhaltung und den Rechnungsgesamtbetrag. Das ganze soll so funktionieren, das quasi nur per Dateiauswahl eine csv/xls Datei ausgewählt wird und dann ein Bericht mit den Detailauflistungen sortiert nach Kunden erstellt wird und dann der zweite Bericht mit den Monatssummen der Kunden, sodaß nur noch gedruckt werden muss bzw. im Buchhaltungsprogramm die Gesamtsumme gebucht werden muss.

Ich hoffe, man versteht die Anforderungen einigermaßen.

Hier wäre nun interessant, wie lange für solch ein Programm benötigen würde und wie teuer es ca. wäre, damit entschieden werden kann, ob es sich rechnet, es schreiben zu lassen?

Gruß

André

redround
17.02.2005, 12:23
Hallo André,

spontan würde ich sagen, zwischen 5 und 10 Manntage (je nach Doku-Aufwand usw.) Kosten entsprechend zwischen 2.000 und 4.000 Euro

Sascha Trowitzsch
17.02.2005, 14:45
Mir sieht das eher nach 2 Tagen aus. ;)

Ciao, Sascha

redround
17.02.2005, 15:39
:mrcool: obwohl ... bei Igors Tarif wär das auch kein all zu großer Unterschied *lol*

anotherone
17.02.2005, 16:11
Bin im Moment auch etwas verwirrt, habe Angebote über 1 Tag bekommen, über 3 Tage und hier nun 2 bzw. 5-10. Dazu schwankt natürlich auch der Kostenrahmen erheblich. Zur Sicherheit hier nochmal Beispielhaft ein Eintrag aus der Excel/csv-Datei(die wird von der Maschinensoftware erstellt):
<table><tr><th>Transaktionsnummer&nbsp;</th><th>Maschinenkennung&nbsp;</th>
<th>Datum&nbsp;</th><th>Anzahl&nbsp;</th><th>Grundpreis&nbsp;</th><th>Gebühr&nbsp;</th><th>Kundenkennung</th></tr>
<tr align ="center"><td>1234</td><td>Maschine3</td><td>17.02.2005</td><td>5</td><td>1,23</td>
<td>0,55</td><td>1003</td></tr>
<tr align ="center"><td>1234</td><td>Maschine2</td><td>17.02.2005</td><td>14</td><td>1,23</td>
<td>0,55</td><td>1003</td></tr>
<tr align ="center"><td>1235</td><td>Maschine2</td><td>17.02.2005</td><td>2</td><td>1,74</td>
<td>0,00</td><td>1003</td></tr>
<tr align ="center"><td>1236</td><td>Maschine2</td><td>17.02.2005</td><td>17</td><td>1,23</td>
<td>0,55</td><td>1003</td></tr></table>

Rauskommen soll:

Kundenadresse im Kopf (Kunde 1003)
dann
01.02.2005
.
.
.
17.02.2005
&nbsp;&nbsp;&nbsp;2 x 1,74€, 31 x 1,78€, 5 x 1,83€ &nbsp;&nbsp;&nbsp;67,81€
.
.
.
28.02.2005

Am Ende dann die Gesamtsummen aller Tage

neue Seite, nächster Kunde

Dabei sind nun folgende Dinge zu beachten:

- Es können (sehr häufig!) mehrere Tranaktionen am selben Tag den gleichen Artikel für den gleichen Kunden enthalten und müssen zusammengezählt werden
- Die Preise der Maschine 3 werden durch eigene Werte ersetzt(im oberen Beispiel statt 1,78€ halt 1,83€), gemäß der Werte, die in einem seperaten Formular festgelegt werden
- Am Ende immer die Tagessumme
- Am Ende der Rechnung die Monatssumme sowie die Einzelmengen
(z.B. 44 x 1,74€, 547 x 1,78€, 64 x 1,83€)
- Die Maschinen haben eigenständige Transaktionsnummern(alle drei beginnen bei 1), sie sind also nur in Verbindung mit der Maschinenkennung eindeutig

Dazu kommt wie bereits erwähnt ein zweiter Bericht, der die Monatssummen der einzelnen Kunden auflistet, damit diese in die Buchhaltungssoftware eingegeben werden können (und nicht alle Rechnungen durchgesehen werden müssen). Dazu reicht quasi die Kundennummer und die Summe hintereinanderweg.

Ich hoffe, so wird es etwas präziser

Gruß

André

redround
17.02.2005, 17:10
Also ohne jetzt eine Grundsatzdiskussion anfangen zu wollen:

Bei Aufwandsschätzungen wird in der Regel vergessen, dass die reine Implementation einer Anwendung nur rund 25% des Gesamt-Budget ausmacht. Wenn man also eine realitätsnahe Aufwandsschätzung macht, ist die erste Überlegung: wie lange brauche ich für die reine Implementierung - und da gebe ich Sascha recht, das dürfte in 2 Tagen sicher zu machen sein. Dann nimmt man diesen Wert und multipiziert ihn mit 4 und schon ist man beim Gesamt-Aufwand.

Üblicherweise kann nämlich davon ausgegangen werden, dass der Testaufwand für eine Anwendung genauso groß ist, wie der reine Implementations-Aufwand. Natürlich kann man das auch alles weglassen. Wo steht denn, dass eine Software getestet werden muss? Wo steht denn, dass der Quellcode sinnvoll dokumentiert sein muss? Wo steht denn, dass man erstmal eine Anlyse- und Designphase durchlaufen sollte, bevor man sich ans coden macht?

Natürlich kann man das alles weglassen - und bekommt dann eben eine in jeder Hinsicht billige Lösung.

Hotte
17.02.2005, 19:55
Hi,

gebe auch mal meinen Senf dazu (ohne was zu dem Arbeitsaufwand zu sagen!):

Natürlich kann man das alles weglassen - und bekommt dann eben eine in jeder Hinsicht billige Lösung.

Da liegt sicherlich das Problem. Denn man kann das alles "weglassen". Aber die Nachbearbeitungsphase, weil einiges nicht der Praxis entspricht, liegt wesentlich höher und verursacht logischerweise auch Kosten. Somit wird ein Preisvorteil schnell direkt bzw. indirekt "aufgefressen". Denn viele sehen die Folgekosten nicht!

Ein gutes Programm zeichnet sich meiner Meinung nach durch eine gute Vorbereitung vor der Programmierung aus - und eine gute Abstimmung mit dem Kunden auch in der Testphase. Der soll ja damit arbeiten!

SWR
17.02.2005, 20:21
Seit Einführung der neuen Igor-Tarife ist ja hier mächtig was los . . . :grins:

Armer André - hast jetzt die Qual der Wahl.

Gruss
Stephan

IT-Werkstatt Berlin (http://it-werkstatt.com)

Hotte
17.02.2005, 20:41
..und das alles netto auch noch!!! :grins: :grins:

Aber einen guten Mittelwert aller Aussagen würde ich schon rechnen! Da kann man nichts falsch machen. ;)

Hollodrio
17.02.2005, 23:27
Also ohne jetzt eine Grundsatzdiskussion anfangen zu wollen:
Bei Aufwandsschätzungen wird in der Regel vergessen, dass die reine Implementation einer Anwendung nur rund 25% des Gesamt-Budget ausmacht. Wenn man also eine realitätsnahe Aufwandsschätzung macht, ist die erste Überlegung: wie lange brauche ich für die reine Implementierung - und da gebe ich Sascha recht, das dürfte in 2 Tagen sicher zu machen sein. Dann nimmt man diesen Wert und multipiziert ihn mit 4 und schon ist man beim Gesamt-Aufwand.

Üblicherweise kann nämlich davon ausgegangen werden, dass der Testaufwand für eine Anwendung genauso groß ist, wie der reine Implementations-Aufwand. Natürlich kann man das auch alles weglassen. Wo steht denn, dass eine Software getestet werden muss? Wo steht denn, dass der Quellcode sinnvoll dokumentiert sein muss? Wo steht denn, dass man erstmal eine Anlyse- und Designphase durchlaufen sollte, bevor man sich ans coden macht?

Natürlich kann man das alles weglassen - und bekommt dann eben eine in jeder Hinsicht billige Lösung.

Dem kann ich nur beipflichten. Das lernt man heutzutage schon in der Schule bei Projektmanagement in der Informatik.

jmc
17.02.2005, 23:44
Hi zusammen

nebst dem reinen "Rechnungsschreiben" - was ja auch so ein zwei Tücken hat - wäre noch die Frage, wie denn die ganzen Daten gepflegt werden soll, also schon allein der Kundenstamm. Dazu wurde noch gar nichts gesagt ...

Und auch diese Aussage:

Die Preise der Maschine 3 werden durch eigene Werte ersetzt(im oberen Beispiel statt 1,78€ halt 1,83€), gemäß der Werte, die in einem seperaten Formular festgelegt werden

ist etwas "schwammig". Das sind dann die "Kleinigkeiten", welche eben den Aufwand ausmachen. Schon nur die Abklärungen, bis wirklich alles definitiv in einem Lastenheft definiert ist, braucht eben seine Zeit - siehe die Bemerkungen in den Beiträgen oben. Wer erstellt dieses ? Denn bei einem Auftrag ist es immens wichtig, dass ALLES klar definiert ist, sonst kommt es am Schluss so raus, dass der Auftraggeber nicht das hat, was er gemeint hat, aber der Entwickler sagt, "es tut alles wie verlangt" ...
Womit wir dann beim Thema Haftung wären, was wir aber nun nicht hier nicht auch noch diskutieren wollen - sonst wird's eine never ending story

Sascha Trowitzsch
18.02.2005, 10:29
Aber ich finde den Thread schon ganz interessant und vielleicht auch von allgemeinem Nutzen, wenn es um Einschätzungen geht: Wie aufwändig ist eine Programmierung, Umsetzung, was setzt sie voraus etc.? Denn das sind alles Fragen, über die sich der durchschnittliche Auftraggeber nach meiner Erfahrung kaum Gedanken macht.

habe Angebote über 1 Tag bekommen, über 3 Tage und hier nun 2 bzw. 5-10
Kein Programmierer kann genau sagen, wie lange er für die Implementierung einer Aufgabenstellung brauchen wird! Da kann man noch so viel Erfahrung haben... Die Tücken liegen gemeinhin im Detail, wie Jean schon erwähnte. Und dieses Detail, über das man plötzlich stolpert, sieht man vorher nicht, egal wie ausführlich die Anforderungsliste/Pflichtenheft waren. (Man muss sich doch bloß die verzweifelten Fragen im Access-Forum anschauen: Das Grobe ist schnell fertiggestellt, aber an einer Stelle hakt es plötzlich und man findet keine Lösung dafür; dann heißt es im Netz recherchieren, experimentieren, mehrere Denkansätze verfolgen und schon hat man für ein unscheinbares Popelproblem genausoviel investiert, wie für alles andere bisher...)
Deshalb multipliziert redround einfach mit 4; das ist wohl ein Erfahrungswert und ich arbeite auch so ähnlich - nur mit dem Faktor 2,5 ;)
Das haut dann beim einen Auftrag hin, beim andern nicht. Ist halt ein Durchschnittswert.
Man kann natürlich von vorn herein den Maximalwert nehmen (...IMHO hat das redround mit seiner Einschätzung getan), um auf der sichern Seite zu sein, aber ich habe auch kein Interesse daran, den potentiellen Kunden mit Summen, die ihm astronomisch vorkommen zu schocken. Und die 4000 € für die Aufgabe, wie sie hier dargestellt wurde, werden fast jeden Kunden schocken - da kann ich dann Igor wiederum ganz gut verstehen...

Ein Thema, über das auch sehr ungern gesprochen wird: Programmierer SIND unterschiedlich schnell. Je nach Skills, Erfahrung braucht der eine doppelt so lange für die identische Lösung wie der andere. Da gibt es nichts zu beschönigen. Und deshalb halte ich nichts davon, denen, die für das Teil nur 1 Tag ansetzen, gleich automatisch mindere Qualität zu unterstellen.

Ciao, Sascha

SoftNet
18.02.2005, 10:42
Hallo André,

ich denke dein Projekt ist in etwa 3 Tagen umsetzbar.
Da ich grundsetzlich mit Festpreis arbeite, biete ich dir dein Projekt bezogen auf deine Beschreibung zu einem Festpreis von 1000,00 € an.

Sollte der Preis deinen Vorstellungen entgegen kommen und das Projekt noch verfügbar sein, würde ich mich über eine Antwort von dir freuen.

Meine E-Mail:
SoftNet@Vegelahn.com

Thomas Vegelahn

jmc
18.02.2005, 11:10
@Thomas

das geht dann ebenfalls schon in Richtung "Igor" - wenn es dir egal ist, wenn du dann doppelt so lange hast, wenn erst alle Details auf dem Tisch liegen ...

Generell: hoffentlich artet das nun nicht in eine gegenseitige Unterbietung aus (habe mir schon überlegt, für CHF 1000.- zu bieten ;) aber ich lasse das lieber)

Falls André tatsächlich Interesse hat, dann kann er sich ja beim einen und/oder anderen melden und konkretisieren ...

J_Eilers
18.02.2005, 11:34
Hi und sorry, dass ich das hier mal ein wenig mißbrauche,

ich finde das hier recht interessant. Ich komme ja bekanntermaßen aus einem anderen Bereich und meine Entwicklungsprojekte belaufen sich auf einen Zeitraum von 1 - 6 Jahren. Allerdings bin ich auch Angestellter und werde für meine Anwesenheit bezahlt ;) Wie zu vermuten, sind unserer Planungsphasen schon recht lang. Dann kommen die Entwicklungsphasen, die unterschiedlich lang sein können oder auch zu einem negativen Ergebniss führen, und zum Schluss der Pilottest (0-Serie), was einem Debuggen gleichzusetzen ist.

Unsere Lastenhefte sind in den meisten Fällen Wünsche, die vom Markt hereingetragen werden und wir erstmal überlegen müssen, ob und wie man solche Wünsche umsetzen kann. Aber auh wir müssen Zeiten und kosten schätzen. Mal ganz ehrlich, mehr als Pi * Daumen kann man nicht angeben. Das übliche Projektmanagment halt.

Und hierbei kann ich Sascha eigentlich nur absolut recht geben. Man arbeitet einfach mit Erfahrungswerten um sich Puffer zu schaffen und versucht unter einer Marke zu bleiben, die den Auftraggeber nicht vom Stuhl fallen läßt. Deswegen würde ich so ein Angebot nur als Richtwert sehen und bei genauer Klärung erst ein endgültiges Angebot erwarten, wobei dieses auch noch in einem kleineren Rahmen variieren kann.